Anthony Fekete, EEV Erneuerbare Energie: Keine Ergebnisabführungsverträge – Erträge kommen Genussrechte-Inhabern zugute – Zur Windenergie: Von Querelen nicht betroffen

Dienstag, 26. März 2013


Die EEV Erneuerbare Energie AG aus Göttingen bietet N
amensgenussrechte mit qualifiziertem Nachrang im Volumen von bis zu EUR 38 Mio. zur Zeichnung an. Die Grundverzinsung der Genussrechte beträgt sechs Prozent p. a. Weitere drei Prozent sind über eine Beteiligung an den Jahresüberschüssen möglich. Die EEV hat sich auf Biomasse-Kraftwerke und Offshore-Windenergieprojekte spezialisiert.

Die Anleihen Finder REdaktion sprach mit Anthony Fekete (Foto), Vorstand der EEV Erneuerbare Energie AG, über das Unternehmen und die Hintergründe der Emission:

Anleihen Finder Redaktion: Sehr geehrter Herr Fekete, die EEV Erneuerbare Energie AG („EEV“) betreibt derzeit ein Biomasseheizkraftwerk in Papenburg und möchte zusätzlich als Off-Shore- Entwickler in der Nordsee Windparks projektieren und veräußern. Was genau ist dabei Ihre Geschäftsstrategie und welche Vorteile sehen Sie gegenüber Ihren Wettbewerbern?

Anthony Fekete: Die Entwicklung der erneuerbaren Energien ist der Schlüssel zu einer Energiewende, die für die Zukunft unsers Landes entscheidend sein wird. Die Windenergie aus der Nordsee kann dazu einen großen Beitrag leisten. Wer sich mit erneuerbaren Energien beschäftigt hat, weiß, dass die Lösung nicht in einer einzelnen Technologie liegt. Die Grunderkenntnis lautet: Es gibt keine Universallösung, sondern kluge Kombinationen von Technologie und Standort. Wenn die Voraussetzungen stimmen, sind wir auch für andere EE-Technologien offen. Es kommt auf die richtige Mischung an. Biomasse und Windkraft sind eine gute Kombination auch im Hinblick auf Sicherheiten und Risiken. In Papenburg haben wir erhebliche Standortvorteile durch die Anbindung an den Hafen, durch die Brennstoff-Logistik und die Entwicklungspotenziale des Kraftwerks. Sowohl bei der Biomasse wie bei der Windkraft sehe ich unsere Vorteile nicht zuletzt im Know How.

Anleihen Finder Redaktion: Ein Blick in den Prospekt zeigt, dass sich die in 2012 gegründete EEV AG in Göttingen zu 100 Prozent im Eigentum einer gleichnamigen EEV AG mit Sitz in Wien befindet. Gewähren Sie uns bitte einen Einblick in die Gesellschafterverhältnisse und die handelnden Personen – insbesondere interessiert unsere Leser, welche Referenzen und Erfahrungen das Team hinsichtlich der erneuerbaren Energien vorweisen kann?

Anthony Fekete: Eigentümer der EEV AG ist der Wiener Steuerberater Mag. Peter Bernhart. Seine jahrzehntelange Erfahrung in der Wirtschaftsberatung, sein großes Netzwerk und seine Begeisterung für Erneuerbare Energien mündeten letztlich in die Gründung der EEV AG. Ihm ist es gelungen, besondere Kräfte und Kompetenzen zu konzentrieren und mit dem BMHKW Papenburg und der OPW Skua zwei sehr interessante Assets zu akquirieren.

Auf den Geschäftsführerebenen konzentriert sich nun viel Erfahrung ebenso im Bereich der erneuerbare Energien wie der Finanzen. DI Bernd Winckler ist kaufmännischer Geschäftsführer des Biomasseheizkraftwerkes in Papenburg. Er hat jahrzehntelange Erfahrung mit Reststoffen zur energetischen Verwertung und mit Brennstofflogik. Logistik und Preise der Brennstoffe sind entscheidende Faktoren.

DI Reinhard Schu ist technischer Geschäftsführer des Biomasseheizkraftwerkes. Er hat herausragendes Know How und 20 Jahre Erfahrung in der Planung, Bau und im Betrieb von Reststoffverwertungs- und Energieerzeugungsanlagen.

Die NOW Nordsee-Offshore-Wind GmbH und der Baukonzern STRABAG sind Partner in der gemeinsamen OW EVS GmbH. Sie ist auf die Entwicklung von Offshore Windparks spezialisiert. Gründer und einer der Geschäftsführer der NOW ist Günter Eisenhauer, ein Pionier und Experte für On- und Offshore-Windparks. Er hat schon öfter sehr große, private Onshore-Windparks in Deutschland gebaut und war bei zahlreichen Offshore-Windpark-Projekten in der deutschen Nordsee maßgeblich an den Genehmigungsverfahren beteiligt. Die NOW ist über einen Dienstleistungsvertrag für die Planung des EEV AG Offshore-Windenergie-Projektes verantwortlich. Um die Kompetenzen zu bündeln und den Overhead schlank zu halten, sind Günter Eisenhauer und DI Alexander Dierkes gemeinsame Geschäftsführer der NOW  GmbH und der OWP Skua GmbH. Verantwortlich für die technische Leitung ist DI Alexander Dierkes. Meine Erfahrung im internationalen Bankenwesen vervollständigt das Bild vielleicht.

Anleihen Finder Redaktion: Seit Oktober 2012 können interessierte Anleger die Genussrechte der EEV mit einem Volumen von insgesamt EUR 38 Mio. zeichnen. Welche Gesamtfinanzierungsstrategie steht hinter der Emission und wie werden Sie die eingeworbenen Mittel einsetzen?

Anthony Fekete: Die eingeworbenen Mittel werden vor allem zur Zahlung der Kaufpreise und zur Optimierung der bestehenden Unternehmen eingesetzt. In diesem Jahr wollen wir das Biomasse-Heizkraftwerk optimieren, um 24 Gartenbaubetriebe mit Wärme zu versorgen.

Anleihen Finder Redaktion: Die Genussrechte sind frühestens nach fünf Jahren kündbar und mit einer Grundvergütung von sechs Prozent auf das Nominal ausgestattet. Ab 2014 werden die Genussrechtsinhaber zusätzlich mit 20 Prozent am handelsrechtlichen Jahresüberschuss der EEV beteiligt, wobei die Gesamtverzinsung der Anleger auf neun Prozent vom Nominal begrenzt ist. Welche Überlegungen haben zu dieser Vergütungsstruktur geführt?

Anthony Fekete: Unser Ziel ist eine Vergütung, die dem Markt und der Wirtschaftsleistung angemessen ist und die Möglichkeit, die Genussrechteinhaber am Gewinn zu beteiligen.

Anleihen Finder Redaktion: Lassen Sie uns zunächst etwas detaillierter über Ihren Geschäftsbereich Kraftwerksbetrieb sprechen, der in der hundertprozentigen EEV-Tochtergesellschaft EEV BioEnergie GmbH & Co. KG rechtlich verfasst ist. Sie haben im vergangenen Jahr ein 20 MW-Biomasseheizkraftwerk in Papenburg für rund EUR 15 Mio. erworben. Das Kraftwerk war 2003 von der mittlerweile insolventen Prokon Nord für rund EUR 46 Mio. errichtet worden. Wie beurteilen Sie den Kaufpreis – war das ein Schnäppchen oder muss noch investiert werden?

Rückführung der Verbindlichkeiten über liquide Mittel

Anthony Fekete: Selbstverständlich ist der Kaufpreis das Ergebnis ausführlicher Verhandlungen. In den Kaufpreis ist auch eingeflossen, dass alle Optimierungsmaßnahmen – die jetzt und später durch-geführt werden sollen  –  vom neuen Eigentümer getragen werden. Nach Abschluss der Optimierungsmaßnahmen werden wir eine neutrale Neubewertung des Kraftwerks von qualifizierter dritter Stelle vornehmen lassen. Wir sind davon überzeugt, dass sich der Wert des Kraftwerkes durch diese Optimierungsmaßnahmen um 50 Prozent steigern lässt. Diese Neubewertung wird voraussichtlich im nächsten Jahr stattfinden.

Anleihen Finder Redaktion: Im Nachtrag zum Prospekt ist zu lesen, dass die Finanzverbindlichkeiten der EEV BioEnergie GmbH & Co. KG von rund sieben Millionen Euro bis Dezember 2012 vollumfänglich vorzeitig zurückgeführt wurden. Wie haben Sie bislang den Kaufpreis und die Schuldenrückführung finanziert?

Anthony Fekete: Die Rückführung der Verbindlichkeiten erfolgte über liquide Mittel.

Anleihen Finder Redaktion: Das im Prospekt vorgestellte Anlagekonzept geht davon aus, dass die sechsprozentige-Grundvergütung der Genussrechtsinhaber aus den Erträgen des Biomasseheizkraftwerks in Papenburg gedeckt werden kann. Der letzte verfügbare Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2010 – damals noch Prokon Nord – zeigt einen Jahresüberschuss von rund EUR 844.000. Zur Deckung der Grundvergütung der Genussrechte benötigte die EEV jedoch Erträge aus dem Kraftwerk von EUR 2,28 Mio. Sie planen angabegemäß Optimierungen, die zu Erträgen von EUR 4,5 Mio. führen sollen. Wie hoch waren die Jahresüberschüsse in den Jahren 2011 und 2012 und welche Maßnahmen sollen zu den benannten Ertragssteigerungen führen?

Anthony Fekete: Aufgrund der von den Voreigentümern gewählten degressiven Afa u.a., waren die Bilanzgewinne der Vergangenheit tatsächlich geringer: Die Afa betrug rund EUR 2,3 Mio. in 2010 und EUR 2,0 Mio. in 2011. Nach der Übernahme wurde auf eine lineare AfA der technischen Restnutzungsdauer von 20 Jahren umgestellt. Ab 2012 beträgt die AfA daher EUR 712.514 jährlich und verbessert das Ergebnis (EBIT) um EUR 1.293.522 gegenüber 2011 und um EUR 1.945.717 gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2007 bis 2011.

Unter Berücksichtigung einer höheren Steuerlast – vor Optimierungsmaßnahmen – wurde ein höherer Jahresüberschuss kalkuliert und ein „Freiraum“ zur Deckung der Grundvergütung (sechs Prozent) der Genussrechte geschaffen. Die Jahresüberschüsse betrugen im Jahr 2011 rund EUR 1,3 Mio. und 2012 rund EUR 2,3 Mio.

Für das Biomasseheizkraftwerk brauchen wir ca. 160.000 Tonnen Brennstoff pro Jahr. Im November 2012 wurde der Brennstoffbelieferungsvertrag mit der Biro GmbH bzw. deren Nachfolger BMKM GmbH einvernehmlich aufgekündigt. Das sehr kompetente Personal der BMKM GmbH konnte übernommen und die Logistik optimiert werden. Seit dem 1.1.2013 beziehen wir das Altholz um rund acht Euro pro Tonne günstiger.

Durch die weiteren technischen Verbesserungen bei der Verbrennung werden zukünftig auch Brennstoffe gemäß Biomasse-Verordnung 2002 einsetzbar.  Dies hat in der Zukunft den Vorteil, dass wir nicht nur Altholz, sondern auch andere biogene Brennstoffe einsetzen können. So können wir die Kosten des Brennmaterials stabilisieren und vielleicht sogar reduzieren.

In den Jahren 2009 bis 2012 beliefen sich die Brennstoffkosten auf durchschnittlich EUR 4.753.035 pro Jahr. Ab 2013 dürfen wir eine Kostenreduktion auf EUR 19 pro Tonne, also EUR 3.000.000 prognostizieren. Hinzu kommen später die geplante Leistungssteigerung des Kraftwerkes um insgesamt ca. zehn Prozent und die Wärmeversorgung der Gartenbau-Unternehmen.

Im Vergleich zu den Vorjahren ergeben sich durch den Wechsel der AfA eine Verbesserung um EUR 1,3 bis 1,9 Mio. p.a., durch die Brennstofflogistik ergibt sich eine Verbesserung um rund EUR 1,7 Mio. p.a., und durch die Wärmeversorgung  ergeben sich neue Erlöse von rund EUR 1,5 Mio. p.a. Insgesamt erwarten wir eine Verbesserung der Ergebnisse zwischen EUR 4,5 und 5.1 Mio. p.a.

Anleihen Finder Redaktion: Auf welche Weise werden die Erträge der Tochtergesellschaften an die EEV ausgekehrt – gibt es Ergebnisabführungsverträge oder müssen die Anleger darauf vertrauen, dass ausreichend liquide Mittel von z.B. der Kraftwerksgesellschaft (EEV BioEnergie GmbH & Co. KG) per Gesellschafterbeschluss ausgeschüttet werden?

Selbstverständlich gibt es bereits konkrete Offshore-Projekte.

Anthony Fekete:  Ergebnisabführungsverträge gibt es nicht. Die Erträge der EEV AG kommen den Genussrechteinhabern zugute.

Anleihen Finder Redaktion: Nach unserem Verständnis soll die Zusatzvergütung für die Genussrechteinhaber von bis zu drei Prozent auf das Nominal mit der Beteiligung an der OWP Skua GmbH aus der Projektierung von Offshore-Windparks verdient werden. Bestehen hier schon konkrete Projekte und – falls ja – in welchem Entwicklungsstadium befinden sich diese?

Anthony Fekete: Selbstverständlich gibt es bereits konkrete Offshore-Projekte. Die kalkulierte Zusatzvergütung basiert aber zunächst auf der Optimierung des Biomasseheizkraftwerkes.

Anleihen Finder Redaktion: Zuletzt hörte man von erheblichen Verzögerungen bei der Inbetriebnahme von Offshore Windanlagen, insbesondere weil die Netzanschlüsse nicht vorhanden sind. Gegen den Netzbetreiber Tennet sind deswegen – unter Federführung des Offshore-Entwicklers Windreich – bereits Missbrauchsverfahren eingeleitet worden. Inwiefern betrifft dies Ihr Geschäftsfeld und wann rechnen Sie mit Erträgen aus Ihren Offshore-Windprojekten?

Anthony Fekete: Über andere Unternehmen können wir keine stichhaltigen Aussagen machen, umso weniger über Gerichtsverfahren. Ob die Entwicklung der Offshore-Windenergie tatsächlich verzögert oder beschleunigt wird, kann aktuell wohl niemand genau vorhersagen. Wir sind davon überzeugt, dass Offshore-Windenergie ein wesentlicher Pfeiler der Energiewende wird, weil sie grundlastfähig ist. Außerdem hat sie enormes Potential für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Die EEV AG ist aktuell in der Phase des Antragsverfahrens zur ersten Baufreigabe durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Von den momentanen Querelen und Diskussionen ist unsere Arbeit nicht betroffen. Unser Projekt „Skua“ befindet sich in einer prädestinierten Lage in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) (der sogenannten 200-Meilen-Zone) der deutschen Nordsee. Küstennähe und Wassertiefe sind äußerst vorteilhaft. Skua liegt „auf halbem Weg“ zu anderen Projekten, die bereits eine Netzanschlusszusage haben. Bis zur Baureife von Skua dürfte der Netzanschluss bereits installiert sein.

Nach der ersten Baufreigabe des Offshore Windpark Projektes „Skua“ durch die Planfeststellungsbehörde (BSH) voraussichtlich im Jahr 2015 kann dieses Offshore-Bauprojekt an einen Errichter und Betreiber ganz oder teilweise verkauft werden. Die aufwändige Planungs- und Antragsphase ist dann abgeschossen. Der Errichter und Betreiber kann sofort mit der logistischen und technischen Planung und dann mit dem Bau beginnen.

„Unfair“ erscheint es nur, wenn man verdrängt, dass Sicherheit immer einen Preis hat.

Wir erwarten die Fertigstellung und Inbetriebnahme der geplanten Anlagen von Skua durch geeignete Bauherren in den Jahren 2019 ff., jedenfalls vor 2022. Wir gehen außerdem davon aus, dass wir im Jahr 2015 nicht alle Anteile verkaufen und mit einem Minderheitsanteil noch „an Board“ bleiben können. Daher rechnen wir auch mit anteilsmäßigen Erträgen aus dieser Teilhaberschaft ab dem Jahr 2022

Anleihen Finder Redaktion: Die Gesamtfinanzierungsstruktur der EEV wird bei planmäßigem Platzierungserfolg Ende 2013 so aussehen, dass 95 Prozent der Investitionen aus den Genussrechten finanziert werden und nur 5 Prozent aus dem Eigenkapital der Gesellschafter. Trotz voller Verlustbeteiligung sollen die Genussrechte nur mit 20 Prozent am Jahresüberschuss der Emittentin partizipieren, was auf den ersten Blick etwas „unfair“ erscheint. Wie sehen Sie das?

Anthony Fekete: „Unfair“ erscheint es nur, wenn man verdrängt, dass Sicherheit immer einen Preis hat. Die Gewinne der EEV AG sollen sowohl für gewinnbringende und unmittelbar cash-flow-erhöhende Reinvestitionen als auch zur Bildung von Rücklagen für Kapitalrückzahlungen eingesetzt werden. Zudem entspricht die Regelung grundsätzlich dem handelsrechtlichen Gewinngebot. Die EEV AG kann gar nicht 100 Prozent des Gewinns, auch nicht 95 Prozent an die Genussrechtsinhaber ausschütten.

Transparenz wird leider noch nicht immer positiv interpretiert. Das ist bedauerlich.

Anleihen Finder Redaktion: Im Prospekt ist angegeben, dass mit Vertriebskosten für das Genussrecht in Höhe von 14 Prozent des Nominales bzw. rund EUR 5,3 Mio. gerechnet wird. Die Kosten vergleichbarer Anleihe-Emissionen liegen in etwa bei der Hälfte dieses Betrags. Wie und durch wen soll der Vertrieb stattfinden?

Anthony Fekete: Transparenz wird leider noch nicht immer positiv interpretiert. Das ist bedauerlich. Unser Ziel ist, dass die Summe der Vertriebskosten in etwa die  von Ihnen angeführte Benchmark erreicht. Der Vertrieb erfolgt durch geschulte, hausinterne Sachbearbeiter und qualifizierte Vertriebs-organisationen.

Anleihen Finder: Sehr geehrter Herr Fekete, werfen Sie für uns einen Blick in die Zukunft: Wo wird die EEV in vier bis fünf Jahren stehen, wenn die ersten Genussrechteinhaber über die Rückzahlung Ihrer Mittel nachdenken?

Anthony Fekete: Wir gehen davon aus, dass bis 2018 wesentliche Fragen zur Entwicklung der erneuerbaren Energien geklärt sind. Von vielleicht wenigen Politikern abgesehen, gibt es in den Parteien und in der Bevölkerung einen starken Konsens für die Energiewende. Die Potenziale der Erneuerbaren, nicht zuletzt der Offshore Windenergie sind zu groß, um sie fahrlässig scheitern zu lassen. Daher bin ich zuversichtlich, dass bald auch die Netzfragen gelöst werden. Kosten und Nutzen von staatlichen Förderungen müssen in einem gesunden Verhältnis stehen. Die Idee, die Förderung der Erneuerbaren drastisch zu kürzen, ist politisch riskant und volkswirtschaftlich sehr fragwürdig. Die Atomenergie ist in Deutschland mit mehr als EUR 200 Mrd. gefördert worden. Davon sind die Erneuerbaren noch Jahrzehnte entfernt. Trotzdem haben die Erneuerbaren schon heute zehnmal mehr Arbeitsplätze geschaffen! Und die Kosten für erneuerbare Energie werden weiter sinken. Biomasse und Windkraft sind eine gute Kombination. Darüber werden sich auch unsere Genussrechteinhaber freuen.

Anleihen Finder: Vielen Dank für das sehr offene Gespräch.

Kurz-Lebenslauf von Anthony Fekete

Anthony Fekete hat Rechtswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften an Universitäten in London und Edinburgh studiert.

Seine beruflichen Stationen:

1979 bis 1991: Lloyds Bank International, Belgien

1981 bis 1993: Citibank in Bahrein, Budapest und Frankfurt (Vice-President)

1993 bis 1995: Stv. Generaldirektor der Citibank Hungary

1995 bis 1999: Direktor Business Development GE Capital Europe

1996 bis 1999  Stv. Generaldirektor der Budapest Bank Rt (GE Capital)

1999 bis 2004: General Manager Eastern Europe bei Mastercard

2004 bis 2005: Vorstandsvorsitzender OTP Bank Romania

2005 bis 2010: Chairman der IFN FinGroup Credit/Rompetrol Group

2010 bis dato : Gründer und Eigentümer der KCC Marketing/SPS Insurance

Seit Juli 2012   ist Herr Fekete Vorstand der EEV Erneuerbare Energie Versorgung AG in Göttingen

 

Anleihen Finder Redaktion

Fotos: EEV Erneuerbare Energie AG

 

Anleihen Finder Datenbank:

EEV AG 2013/unb.


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