ALNO AG will Regelinsolvenzverfahren – Sanierung über „Asset Deal“ – Ansprüche gegen Ex-Manager

Dienstag, 29. August 2017


Antrag – der Vorstand der insolventen ALNO AG hat heute, gemeinsam mit den Geschäftsführungen der Töchter ALNO Logistik & Service GmbH, Gustav Wellmann GmbH & Co. KG sowie der pino Küchen GmbH, beim zuständigen Insolvenzgericht in Hechingen beantragt, die bislang im vorläufigen Insolvenzverfahren angeordnete Eigenverwaltung aufzuheben und den vorläufigen Sachwalter, Professor Dr. Martin Hörmann, zum vorläufigen Insolvenzverwalter zu bestellen.

Danach wird das Insolvenzverfahren als Regelinsolvenzverfahren durchgeführt. Eine übertragende Sanierung im Wege eines ‚Asset Deals‘ sei wahrscheinlicher geworden, berichtet das Unternehmen.

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Ansprüche gegen ehemalige Vorstandsmitglieder

Die heute gefällte Entscheidung sei laut ALNO insbesondere durch die bereits gewonnenen vorläufigen Erkenntnisse zu Entscheidungen der Vergangenheit, die Interessen der Gläubiger zuwidergelaufen, geprägt. Offensichtlich können insolvenzrechtliche Sonderaktiva – ermittelt werden u.a. Ansprüche gegen ehemalige Vorstandsmitglieder der ALNO AG – in erheblichem Umfang aufgedeckt werden. Deren vollständige Ermittlung und Geltendmachung wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Dies lasse ein kurzfristiges Insolvenzplanverfahren unwahrscheinlich erscheinen. Stattdessen sei eine übertragende Sanierung im Wege eines „Asset Deals“ wahrscheinlicher geworden.

ANLEIHE CHECK: Die Unternehmensanleihe der ALNO AG (WKN A1R1BR) hat ein Gesamtvolumen von 45 Millionen Euro und wird jährlich mit 8,50 Prozent verzinst. Die Laufzeit der Anleihe endet im Mai 2018. Die ALNO-Anleihe notiert aktuell bei 6,60 Prozent (Stand: 29.08.2017).

Anleihen Finder Redaktion.

Fotos: ALNO AG

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Unternehmensanleihe der ALNO AG 2013/2018

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